Wiederholungstäter · Alkohol-MPU

Alkohol am Steuer —
nicht das erste Mal.

Sie wissen, dass es diesmal ernster ist. Die Behörde weiß es auch. Eine MPU wird kommen — und der Gutachter wird fragen, warum es wieder passiert ist. Wir helfen Ihnen, darauf eine ehrliche Antwort zu finden.

Beim ersten Mal konnte man noch sagen:
„Das war ein Ausrutscher.“

Beim zweiten Mal funktioniert das nicht mehr. Nicht vor der Behörde, nicht vor dem Gutachter — und wahrscheinlich auch nicht mehr vor Ihnen selbst.

Vielleicht war zwischen der ersten und der zweiten Fahrt viel Zeit. Vielleicht dachten Sie, Sie haben es im Griff. Vielleicht war es eine Situation, in der Sie nicht nein sagen konnten. Was auch immer der Hintergrund ist: Der Gutachter wird genau danach fragen.

Die gute Nachricht: Dass Sie sich jetzt informieren, zeigt genau die Veränderung, die der Gutachter sehen will. Nicht perfekt sein. Sondern anfangen, ehrlich hinzuschauen.

Was auf Wiederholungstäter zukommt

Der Unterschied zwischen Erst- und Wiederholungsverstoß ist erheblich.

SituationStrafePunkteMPUSperrfrist
Erstverstoß (unter 1,1 ‰)Bußgeld 500–1.500 EUR2 PunkteSelten
Erstverstoß (ab 1,1 ‰)Geldstrafe / Freiheitsstrafe3 PunkteAb 1,6 ‰6–12 Monate
WiederholungstäterGeldstrafe / Freiheitsstrafe bis 1 Jahr3 PunkteJa, fast immer12–24 Monate

Warum die MPU bei Wiederholungstätern schwieriger ist

„Warum hat die erste Erfahrung nicht ausgereicht?"

Der Gutachter sieht zwei Auffälligkeiten und fragt sich: Was ist zwischen dem ersten und dem zweiten Vorfall passiert? Hat der Mensch sich nicht verändert — oder hat er sich verändert, aber nicht genug? Diese Frage müssen Sie beantworten können.

„Kontrolle funktioniert bei Ihnen offensichtlich nicht."

Wer einmal auffällig wird, konnte vielleicht „nicht trennen". Wer zweimal auffällig wird, bei dem geht der Gutachter davon aus, dass kontrolliertes Trinken keine Option ist. Abstinenz wird zur Voraussetzung — nicht als Strafe, sondern weil die Evidenz dagegen spricht.

„Was ist diesmal wirklich anders?"

Beim ersten Mal reicht „Ich habe daraus gelernt." Beim zweiten Mal nicht — weil die Tat beweist, dass das Lernen nicht funktioniert hat. Der Gutachter will konkrete, nachweisbare, dauerhafte Veränderungen sehen: Abstinenz, Therapie, veränderte Lebensumstände, veränderte Beziehung zu Alkohol.

Bei Wiederholungstätern ist professionelle Vorbereitung keine Empfehlung — sie ist eine Notwendigkeit. Unser Kurs gibt Ihnen die Struktur dafür.

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Worauf unser Kurs Sie vorbereitet

27 Kapitel in 9 Sektionen — speziell auch auf die Situation von Wiederholungstätern ausgelegt.

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Muster erkennen

Warum ist es zweimal passiert? Welche Situationen, welche Gefühle, welche Entscheidungen führen bei Ihnen zum Trinken und Fahren? Der Kurs hilft Ihnen, Ihr persönliches Muster zu erkennen.

🩺

Laborwerte verstehen

GGT, CDT, MCV, EtG, PEth — bei Wiederholungstätern werden die Blutwerte besonders kritisch geprüft. Sie lernen, was jeder Wert bedeutet und was auffällige Werte für Ihr Gutachten bedeuten.

📅

Abstinenz dokumentieren

12 Monate sind Standard bei Wiederholungstätern. Unser Abstinenz-Tracker hilft Ihnen, Termine, Proben und den Fortschritt im Blick zu behalten.

🗣️

Gutachter-Fragen trainieren

„Warum hat die erste Erfahrung nicht gereicht?" — in unseren Gutachter-Simulationen üben Sie genau die Fragen, die bei Wiederholungstätern besonders häufig kommen.

🧠

Psychologie & Kommunikation

Vier-Ohren-Modell, Johari-Fenster, Persönlichkeitstypen — verstehen Sie, wie Sie im Gespräch wahrgenommen werden und wie Sie Ihre Veränderung glaubwürdig kommunizieren.

🧪

Reaktionstests üben

15 Tests für Reaktion, Konzentration und Belastbarkeit. Den Leistungstest können Sie trainieren — das nimmt Nervosität am MPU-Tag.

🚫

12 Monate Abstinenz: Was das wirklich bedeutet

Als Wiederholungstäter werden Sie in der Regel 12 Monate dokumentierte Abstinenz nachweisen müssen — nicht 6 wie bei Erst-Auffälligkeiten. Der Gutachter will sehen, dass Sie nicht nur kurzfristig aufgehört haben, sondern dass Ihr Umgang mit Alkohol sich grundlegend verändert hat.

Unser Kurs erklärt nicht nur das Was (Urinproben, Haaranalysen, Kosten), sondern auch das Wie: Wie überstehen Sie die schwierigen Momente? Was tun Sie bei Craving? Welche Routine-Bausteine schützen Sie? Konkrete Notfall-Strategien, nicht nur Theorie.

Diesmal richtigvorbereiten.

27 Kapitel Alkohol-Kurs, Gutachter-Simulationen, Reaktionstests, Abstinenz-Tracker — alles an einem Ort. Die ersten 15 Kapitel sind kostenlos. Fangen Sie heute an.

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Ehrlich zu Ihnen

Wir versprechen nicht, dass Sie die MPU schaffen. Niemand kann das. Schon gar nicht bei Wiederholungstätern, wo die Anforderungen an Ehrlichkeit und Veränderung besonders hoch sind.

Was wir versprechen: Sie werden vorbereitet sein. Sie werden die Fragen kennen, Ihre Laborwerte verstehen, Ihren roten Faden haben und die schwierige Frage „Warum nochmal?“ beantworten können — ehrlich, nicht einstudiert.

Bei Wiederholungstätern empfehlen wir zusätzlich 3–5 Einzeltermine bei einem Verkehrspsychologen. Unser Kurs gibt Ihnen die Basis — das echte Gespräch über Ihre Geschichte braucht einen Menschen gegenüber.

Häufige Fragen

Was passiert bei einer zweiten Trunkenheitsfahrt?
Bei einer wiederholten Trunkenheitsfahrt drohen: Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr, 3 Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug mit verlängerter Sperrfrist (meist 12–24 Monate) und eine MPU-Anordnung. Ab der zweiten Alkoholfahrt wird die MPU fast immer verlangt — auch bei Promillewerten unter 1,6.
Wird bei Wiederholungstätern immer eine MPU angeordnet?
Ja, in der Praxis so gut wie immer. Bei der ersten Fahrt unter 1,6 Promille kann die Behörde noch auf eine MPU verzichten. Bei der zweiten Auffälligkeit (auch unter 1,6 Promille) geht die Behörde davon aus, dass ein Trennungsproblem zwischen Alkohol und Fahren besteht. Das löst automatisch die MPU aus.
Muss ich als Wiederholungstäter abstinent sein?
In der Regel ja — und zwar mindestens 12 Monate (nicht nur 6 wie bei Erst-Auffälligkeiten). Der Gutachter wird bei Wiederholungstätern besonders kritisch prüfen, ob kontrolliertes Trinken realistisch ist. In den meisten Fällen ist eine nachgewiesene Abstinenz die einzige glaubwürdige Option.
Was macht die MPU für Wiederholungstäter besonders schwierig?
Der Gutachter hat Ihre komplette Akte — also auch die erste Auffälligkeit. Er wird fragen: Warum hat die erste Erfahrung nicht ausgereicht, um Ihr Verhalten zu ändern? Was ist diesmal anders? Warum sollte er glauben, dass es nicht nochmal passiert? Ohne überzeugende Antworten auf diese Fragen ist ein positives Gutachten unwahrscheinlich.
Kann ich die MPU als Wiederholungstäter überhaupt schaffen?
Ja — aber es erfordert mehr Arbeit als bei Erst-Auffälligen. Sie müssen zeigen, dass Sie verstanden haben, warum es zweimal passiert ist, welches Muster dahinter steckt, und welche konkreten Veränderungen Sie diesmal umgesetzt haben. Eine strukturierte Vorbereitung ist bei Wiederholungstätern nicht optional, sondern Pflicht.
Wie lange dauert die Vorbereitung als Wiederholungstäter?
Planen Sie mindestens 12 Monate Abstinenz (dokumentiert über zertifizierte Stellen) plus 6–8 Wochen aktive Kursvorbereitung. Viele Wiederholungstäter profitieren zusätzlich von Einzelgesprächen mit einem Verkehrspsychologen. Je ernster Sie die Vorbereitung nehmen, desto besser stehen Ihre Chancen.

Der zweite Anlauf ist der wichtigere.

Diesmal wissen Sie, was auf dem Spiel steht. Diesmal können Sie sich vorbereiten. Fangen Sie jetzt an — die ersten 15 Kapitel sind kostenlos.

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