Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für die MPU-Beratung (Online-Einzelcoaching)
Arda Consulting – Inhaber Cihangir Arda
Borsigallee 37, 60388 Frankfurt am Main

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge zwischen Arda Consulting – Cihangir Arda („Anbieter") und seinen Kunden („Auftraggeber"), die über elektronische Kommunikation (z. B. Website, Online-Shop, E-Mail, Zahlungslink) abgeschlossen werden.

(2) Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(3) Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB als auch an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.

§ 2 Art der Leistung – kein Fernunterricht

(1) Der Anbieter erbringt ausschließlich Live-Einzelberatung (1:1) zur Vorbereitung auf eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Die Beratung erfolgt überwiegend online per Videokonferenz (Microsoft Teams, Zoom o. ä.).

(2) Eine Aufzeichnung der Beratungssitzungen findet nicht statt.

(3) Zusätzlich erhält der Auftraggeber PDF-Informationsmaterial zur Orientierung. Diese Unterlagen dienen lediglich der Nachbereitung und stellen kein Fernunterrichts- oder Lernsystem dar.

(4) Es findet keine Lernkontrolle, kein Selbstlernprogramm und keine Wissensüberprüfung statt.

(5) Der Dienst ist gemäß § 1 FernUSG NICHT zulassungspflichtig. Dies gilt insbesondere, weil keine Lernkontrollen, kein Selbststudium und keine aufeinander aufbauenden Lehrmaterialien bereitgestellt werden.

(6) Die Beratung ist keine medizinische, therapeutische oder psychologische Behandlung.

§ 3 Vertragsschluss

Der Vertrag kommt zustande durch:

  • Kauf über den Online-Shop,
  • Annahme eines vom Anbieter zugesandten Angebots,
  • Zahlung eines Zahlungslinks,
  • schriftliche Bestätigung per E-Mail.

Die Bestätigung oder die Zahlungsannahme gilt als Vertragsannahme.

§ 4 Leistungsumfang

Startpaket – 890 € inkl. MwSt.

Umfang:

  • vier Beratungseinheiten à ca. 45 Minuten (online/live)
  • Erstgespräch & Situationsanalyse
  • Auswertung der persönlichen Angaben und Fragebögen
  • Erstellung eines individuellen Beratungskonzepts
  • Checklisten für Behörden, Labore, Fahrerlaubnisbehörde
  • Deliktanalyse & Ursachenreflexion
  • Entwicklung einer stabilen Verhaltensänderung
  • Vorbereitung auf typische MPU-Fragen
  • MPU-Simulation
  • Teilnahmebescheinigung (keine Erfolgsgarantie)

Vor- und Nachbereitung sind im Paket enthalten, werden aber nicht von der Beratungszeit abgezogen.

Optionspaket – 790 € inkl. MwSt. (flexibel zubuchbar)

  • vier zusätzliche Einheiten à 45 Minuten
  • Vertiefung & Stärkung der Gesprächssicherheit
  • erweiterte MPU-Simulation
  • Bearbeitung komplexer Sachverhalte
  • mentale Vorbereitung & Selbstsicherheitsmethoden

Jedes Optionspaket kann formlos per E-Mail nachgebucht werden; ein neuer Vertrag ist nicht erforderlich.

§ 5 Preise, Zahlung, Fälligkeit

(1) Alle Preise verstehen sich einschließlich gesetzlicher Mehrwertsteuer.

(2) Zahlung erfolgt vor Beginn der ersten Beratungseinheit.

(3) Die Leistung beginnt erst nach Zahlungseingang und – bei Fernabsatz – erst nach Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist, es sei denn, der Auftraggeber verlangt ausdrücklich den vorzeitigen Beginn in Textform (§ 356 Abs. 4 BGB).

§ 6 Terminvereinbarung, Absage, Ausfall

(1) Termine werden individuell vereinbart und sind verbindlich.

(2) Absagen sind spätestens 48 Stunden vor dem Termin mitzuteilen. Erfolgt keine rechtzeitige Absage, gilt die Sitzung als durchgeführt und wird voll berechnet.

(3) Bei Krankheit kann der Auftraggeber die Sitzung kostenfrei verschieben, sofern er ein Attest oder vergleichbaren Nachweis vorlegt.

§ 7 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber verpflichtet sich insbesondere zu:

  • wahrheitsgemäßen Angaben,
  • Bereitstellung relevanter Dokumente,
  • pünktlicher Teilnahme,
  • aktiver Mitarbeit,
  • Umsetzung empfohlener Maßnahmen (z. B. Abstinenznachweise).

Unterlässt der Auftraggeber seine Mitwirkung, kann dies die Beratung beeinträchtigen. Eine Rückerstattung erfolgt nicht.

§ 8 Widerrufsrecht

(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.

(2) Verlangt der Auftraggeber, dass der Anbieter bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnt, erlischt das Widerrufsrecht vollständig, sobald die Leistung vollständig erbracht wurde.

(3) Bei digitalen Dienstleistungen erfolgt keine Rückerstattung, sobald die Beratung begonnen wurde. Dies gilt insbesondere, wenn der Auftraggeber ausdrücklich verlangt hat, dass die Beratung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt (§ 356 Abs. 4 BGB).

§ 9 Kein Erfolgsversprechen / Haftung

(1) Der Anbieter schuldet keinen Erfolg, insbesondere nicht das Bestehen der MPU.

(2) Der Ausgang der MPU hängt allein vom Gutachter und der Fahrerlaubnisbehörde ab.

(3) Haftung wird ausgeschlossen für:

  • Nichtbestehen der MPU,
  • falsche oder unvollständige Angaben des Auftraggebers,
  • Fehler Dritter (Labore, Behörden, Gutachter),
  • technische Störungen externer Plattformen.

(4) Der Anbieter haftet nur für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden.

§ 10 Einsatz von Kooperationspartnern / Weitergabe personenbezogener Daten

(1) Der Anbieter ist berechtigt, zur Durchführung der MPU-Beratung qualifizierte Kooperationspartner, Erfüllungsgehilfen oder weitere MPU-Berater einzusetzen, sofern dies zur ordnungsgemäßen Leistungserbringung erforderlich ist. Der Auftraggeber stimmt der Einbindung solcher Kooperationspartner mit Vertragsschluss zu.

(2) Die Weitergabe personenbezogener Daten – einschließlich besonderer Kategorien personenbezogener Daten gemäß Art. 9 DSGVO (z. B. Gesundheitsdaten, Angaben zum Delikt, Alkohol- oder Drogenkonsum) – erfolgt ausschließlich:

  • zur Erfüllung des Beratungsvertrags,
  • zur organisatorischen Abwicklung (z. B. Terminplanung),
  • zur Einholung oder Übermittlung relevanter Unterlagen (z. B. Behörden, Labore, Ärzte, MPU-Stellen),
  • oder an intern eingesetzte, vertraglich gebundene Kooperationspartner.

(3) Sämtliche Kooperationspartner sind vom Anbieter nach Art. 28 DSGVO zur Vertraulichkeit und zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen verpflichtet.

(4) Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich auf Basis der ausdrücklich erteilten Einwilligung des Auftraggebers gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO. Die Einwilligung wird im Rahmen des Beratungsvertrags in Textform eingeholt. Ohne diese Einwilligung ist die Durchführung der MPU-Beratung nicht möglich.

(5) Eine Weitergabe der Daten an unbefugte Dritte, zu Werbezwecken oder aus sonstigen Gründen, die nicht der Vertragserfüllung dienen, findet nicht statt.

§ 11 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß DSGVO. Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.

§ 12 Teilnahmebescheinigung

Der Auftraggeber erhält eine Teilnahmebescheinigung über Art und Umfang der durchgeführten Beratung. Diese stellt keine Bewertung der Eignung dar.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht.

(2) Gerichtsstand – soweit zulässig – ist Frankfurt am Main.

(3) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Stand: Januar 2026